— Läufst du noch, oder krabbelst du schon? —

Wie der Fitnesstrend "Crawling" die Herzen der Läufer erobert


Kennst du die neueste Trendsportart "Crawling" aus den USA? Der Begriff "Crawling" bedeutet übersetzt krabbeln oder kriechen und erklärt auch, worum es sich bei dieser Sportart handelt.
Funktioneller geht es kaum: das ganzheitliche Training auf allen Vieren beansprucht zahlreiche Muskelgruppen gleichzeitig!

Ähnlich wie bei "Animal Moves", wo Bewegungen aus der Tierwelt (zB. hoppeln wie ein Hase) abgeschaut und nachgeahmt werden, funktioniert das Krabbeln. Richtiges Crawling kannst du dir bei einem Baby abschauen. Bei Youtube findest du zahlreiche Videos, um die Basics zu erlernen.

Für das effektive Krabbeln benötigst du nur dein eigenes Körpergewicht. Vom einfachen vor- und zurücklaufen im 4-Füßler-Stand, kannst du dich vielfach steigern. Versuch doch mal, dein Becken hoch zu strecken, im Plank zu laufen oder dich seitlich im Krebsgang fortzubewegen. Fortgeschrittene "Crawler" spazieren im Spiderman-Move durch Waldwege, oder krabbeln mit Leichtigkeit Treppenhäuser auf und ab. Achtung, schweißtreibend! 😉

Um von diesem Trend wirklich zu profitieren, ist Regelmäßigkeit angesagt. Die Fans des Crawlings trainieren zwei bis drei Mal pro Woche für ca. 30-60 Minuten. Sie straffen damit ihre Arme, Oberschenkel und den Po, stärken die Rückenmuskulatur und stabilisieren den Rumpf. Auch wenn du das Krabbeln kinderleicht findest - diese natürlichen, frühkindlichen Bewegungsabläufe können viele Erwachsene gar nicht mehr so einfach nachahmen. 

Train the whole, not the parts.


Falls du bereits Probleme mit deinen Gelenken hast, ist es vielleicht günstiger, dir ein anderes sportliches Hobby zu suchen. Die Gelenke der Kleinkinder müssen viel weniger Gewicht tragen, als das Gewicht eines Erwachsenen. Das bodennahe Training darf dir keine Schmerzen verursachen.

Achte darauf, dich vor dem Ganzkörpertraining gut aufzuwärmen und deine Gelenke zu mobilisieren. Dein Rücken sollte während der Trainingseinheit gerade bleiben und deinen Nacken solltest du nicht überstrecken. Leg deine Hände nicht ganz flach auf dem Boden, sondern form sie wie eine Höhle. Wenn du magst, kannst du dir Knieschoner für harten Untergrund besorgen.

Die verschiedensten "Krabbeleien" kräftigen deinen Körper, stärken deine Ausdauer und sorgen für eine verbesserte Koordination. Dein Herz-Kreislauf-System profitiert davon, deine Stabilität wird trainiert und deine Fettpölsterchen verschwinden.

Vor Allem für Jogger, Nordic Walker oder Radfahrer ist das Crawling eine ausgezeichnete Ergänzung zum Ausdauertraining. Übrigens: Krabbeln kannst du überall! Egal ob bei der Pause in deiner Laufrunde, zu Hause oder im Fitnessstudio. Auch als Aufwärmtraining für dein Yoga, Pilates oder Calisthenics, ist krabbeln super geeignet. Sogar Stars wie Gisele Bündchen oder Alessandra Ambrosio krabbeln, um ihre sportlichen Leistungen zu verbessern.


Ich bin ein riesen Fan von "Crawling". Dieses High-Intensity Body-Weight Training sieht vielleicht etwas albern aus, ist aber in seiner Funktionalität kaum zu schlagen. Anfangs kam ich mir sehr komisch vor als ich durch den Park krabbelte. Doch umso öfter ich das versuchte, umso leichter viel es mir. Glaub mir, sobald deine ersten Kilos purzeln und deine Arme definierter aussehen, willst du dieses Training nicht mehr missen. 

Hast du diesen Trend schon getestet? Wie sind deine Erfahrungen damit? Sollten nur Babys krabbeln oder bist du so begeistert wie ich?