— Fitnessstudio vs. Home Gym —


Laut Statistik liegt der monatliche Beitrag den Fitnessstudio-Mitglieder zahlen, bei 45€. Die Alternative zu einer Mitgliedschaft ist das Home Gym. Je nach deinem Trainingsziel und deiner erforderlichen Ausrüstung lohnt sich die Anschaffung deines eigenen Fitnessraumes finanziell schon nach einem Monat. Doch ist das für dich geeignet und was sind die Vor- und Nachteile?


Schauen wir uns mal die Vorteile des Studios an. Im Fitnessstudio profitierst du von der endlosen Auswahl der vielen Geräte, Gewichte und Hanteln. Es ist alles vorhanden, meist sogar doppelt oder dreifach. Bessere Studios bieten dir zusätzlich ein Solarium oder eine Sauna. Zudem bist du nie alleine, es sind immer Gleichgesinnte da. In Gesellschaft trainiert es sich meist einfacher, weil du motivierter bist und dich in deinen Pausen auch austauschen kannst. Hier können neue Freundschaften entstehen. Im Studio ist meist ein Trainer da. Er beantwortet deine Fragen, hilft dir bei Bedarf bei verschiedenen Geräten und erklärt dir gerne neue Übungen.

Welche Nachteile hast du im Studio? Meist bindest du dich mittels Vertrag über mehrere Monate (oder sogar Jahre) an dein Fitnessstudio. Das heißt, wenn du keine Lust oder keine Zeit mehr für dein Training haben solltest, du verpflichtest dich den Mitgliedsbeitrag für diesen Zeitraum zu bezahlen. Das Fitnessstudio möchte natürlich etwas verdienen, also zahlst du für Kurse, Getränke und manchmal sogar für die Duschen noch etwas dazu. Im Studio läuft im seltensten Fall genau deine Musik, also brauchst du evtl. Kopfhörer, die dich bei deinem Training stören könnten. Vielleicht wohnst du nicht direkt neben dem Studio, also kommt zu deiner Trainingszeit noch eine Anfahrtszeit von 5-20min hinzu. 

Nun zu deinem Home Gym. Bei dir zu Hause mit dem Training zu starten macht dich viel flexibler. Du sparst dir viel Zeit, weil du nirgends hinfahren musst und nach deinem schweißtreibenden Training gleich unter die Dusche springen kannst. Es hat rund um die Uhr geöffnet, deine Geräte sind immer frei und du kannst nach einem stressigen Arbeitstag sofort loslegen. In deinem Home Gym läuft natürlich genau dein Sound. Auch für die Getränke zahlst du nichts zusätzlich, die hast du zu Hause. Egal ob du barfuss oder nur in Boxershorts trainierst, es gibt keinen den das stören könnte. Du kannst stöhnen, jammern und schwitzen, ohne dass du dir beobachtet vorkommst.

Etwas mühsam wird es vielleicht dann, wenn du jeden Tag alleine trainierst. Hast du genügend Motivation und Ausdauer, oder brauchst du jemanden zum Austauschen und plaudern? Zu Hause existieren mindestens 100 andere Dinge, die dich von deinem Training abhalten und ablenken können. Du brauchst also Konsequenz. Als Trainingsanfänger ist die Fehlerquelle je nach Sportart eher hoch. Du hast niemanden, der deine Übungen auf die korrekte Ausführung prüft und kannst dir mitunter selbst schaden. Es ist auch keiner da, der dir beim Bankdrücken bei der letzten Wiederholung helfen kann. Zudem brauchst du für dein Home Gym einen Raum und einige Geräte, die schon etwas Platz in Anspruch nehmen können. 

Rechne mal den Mitgliedsbeitrag von McFit (einer beliebten Fitnesskette) hoch. Du brauchst eine einmalige Anmeldegebühr von 19€, plus monatlich 19,90€ Mitgliedsbeitrag. Da kommst du im ersten Jahr auf 257,90€. Wenn dir eine Isomatte, ein Trainingsbuch und regelmäßiges Joggen genügen, sparst du bereits in deinem ersten Monat.

Auf der Infografik der Firma smava siehst du, wie sich die Kosten im Laufe der Jahre entwickeln. Falls du dein Home Gym mit den Basics (ein paar Hanteln, Hantelbank, Klimmzugstange, Matte) ausstattest, bleiben dir schon nach dem ersten Jahr ein paar Euro übrig.

Wenn du für ein fortgeschrittenes Heimstudio noch eine Langhantel, zusätzliche Gewichte, eine Hantelablage und einen Dipbarren dazu kaufst (ca. 700€ Gesamtinvestition), sparst du am Ende deines 3. Trainingsjahres.

Für die Profi Home-Ausrüstung möchtest du vl. bessere Geräte und zusätzliche Bodenschutzmatten (ca. 1.200€ Gesamtpreis). Hier benötigst du fünf Jahre Heimtraining, damit sich das auszahlt. Vergiss nicht, du kannst dir deine Geräte auch gebraucht besorgen, bzw. deine eigenen Sportgeräte wiederverkaufen. Sieh es als eine Geldanlage, denn Hanteln werden nicht schlecht.

Falls du mehr als 45€ für deine Mitgliedschaft im Studio bezahlst, verkürzen sich diese Zeiten natürlich dementsprechend. 

Auch beim Training in deinen eigenen vier Wänden kannst du deinen Körper an seine Grenzen bringen. Je nach deinem Trainingsziel und deinem Wissensstand macht es Sinn, Geld zu sparen und zu Hause zu bleiben. Grundsätzlich ist natürlich dir selbst überlassen, ob du lieber im Fitnessstudio oder daheim schwitzt. Die größte Geldverschwendung ist immer noch, Geld für einen monatlichen Beitrag auszugeben, aber das Studio nicht zu nutzen.

Also, jeder entscheidet für sich. Wie ist deine Wahl?