— Lässt auch du dein Leben
von Gewohnheiten kontrollieren?—

Wie Gedankenmuster dein Verhalten beeinflussen

Am Handy zocken, noch schnell eine rauchen oder eine Tüte Chips vor dem Fernseher futtern? Bestimmt hast auch du eine Angewohnheit, die du gerne loswerden würdest. Es ist gar nicht so leicht, diese eingeschulten Marotten aus deinem Kopf zu verbannen und meist ist dein ganzer Tag voll gespickt davon.

Du stehst morgens auf, schaltest die Kaffeemaschine ein. Du frühstückst, blätterst durch die Tageszeitung und holst dir vor der Arbeit noch eine Jause beim Bäcker nebenan. In dem du diese automatisierten Gewohnheiten lebst, musst du nicht ständig über die Tagesplanung nachdenken. Müsstest du jeden dieser Schritte erst überlegen, wäre dein Gehirn stark beansprucht.

Jeder Denkprozess kostet deinen Kopf Energie, während Gewohnheiten im "limbischen" Teil deines Gehirns ablaufen und fast keine Energie benötigen. Also, du musst nicht viel denken und lebst in deiner "Komfortzone". Du brauchst nichts Neues auszuprobieren und bleibst ständig in deiner sicheren Routine. Das limbische System ist für alle automatisierten und unterbewussten Prozesse verantwortlich. Darüber laufen alle emotionalen und routinierten Abläufe. In deiner Vergangenheit hast du dir diese Gewohnheiten selbst angeeignet. Die gute Nachricht ist, du kannst sie selbst wieder umprogrammieren. 


Wie entsteht eine Gewohnheit?

Ich erkläre dir das jetzt Anhand dem Beispiel "essen vor dem Fernseher". Wenn du abends gemütlich auf deiner Couch liegst, verspürst du vielleicht das Bedürfnis auf ein oder zwei knusprige Chips. Diese Lust wird immer größer und natürlich möchtest du sie befriedigen. Du holst dir eine Packung und fängst an zu knabbern, das ist das Resultat. Je öfters du dieser Lust nachgibst, umso selbstverständlicher wird diese Routine für dich.

Couch - Fernseher - Knabbern.

Aus dieser Routine wird eine Gewohnheit, die sich im limbischen System deines Gehirns fest verankert. Wenn du jetzt nicht handelst, ziehst du diese Angewohnheit womöglich bis zu deinem Lebensende mit dir mit.

Genauso läuft es mit allen anderen Gewohnheiten. Du verspürst eine Lust, befriedigst sie als Resultat, daraus wird eine Routine und zack - du hast eine neue Angewohnheit. Dein Gehirn kümmert sich nicht darum, ob diese Angewohnheit nun gut oder schlecht für dich ist.

Gute Gewohnheiten verbessern deine Lebensqualität, schlechte Gewohnheiten verringern sie. Rauchen, "schnell" durch Facebook scrollen oder während der Arbeit ein Red Bull nach dem anderen trinken, deine Automatismen bestimmen dein Leben ohne dass du es merkst.

In diesem tollen Video erklärt Charles Duhigg die Macht der Gewohnheit: 

Wie schaffst du es jetzt, aus deinem Gefängnis voller Gewohnheiten auszubrechen?

Eine Angewohnheit ist meist nur eine Kleinigkeit, doch in Summe wirken sich diese routinierten Abläufe meist negativ auf dich aus. Nur mit einem schnellen Vorsatz bewirkst du bei Gewohnheiten nicht viel. Du brauchst einen zielstrebigen, kraftvollen Willen und anschließend ein positives, gut durchdachtes Training.

Starte damit, deinen Tag aufmerksam und achtsam zu verfolgen. Wann treten diese Gewohnheiten in deinem Alltag auf? Am besten machst du dir ein paar Notizen, wann rauchst du eine Zigarette oder wann steigt dein Bedürfnis nach einem Red Bull? Schritt Nummer zwei: versuche, deine negativen Muster durch neue, positive Gewohnheiten zu ersetzen. Suche dir schöne, positive Angewohnheiten die dein Leben bereichern.

Vielleicht willst du statt mit dem Handy zu zocken mal einer Freundin eine Nachricht schicken. Das lenkt dich ab und du bereitest ihr sicher eine Freude. Oder anstatt dir einen neuen Glimmstängel anzuzünden, kaue doch mal einen Kaugummi.

Falls du dich genauer in diese Thematik einlesen möchtest, empfehle ich dir wärmstens das Buch "Gewohnheiten ändern" von Mischa Richter. 

Welche Gewohnheiten hast du in deinem Alltag? Gibt es etwas das du gerne ändern würdest? 
Ich bin gespannt auf deine Meinung!