— Einfach sein, oder wie viel brauchst du? —

Minimalismus statt Konsumdruck


Hast du das neueste iPhone, einen riesen Flachbildschirmfernseher und die Eiswürfelmaschine am Kühlschrank? Brauchst du immer die neuesten Produkte, um dein Selbstbewusstsein zu pushen, oder wendest du dich von dem klassischen Konsumwahnsinn ab? Kaufst du dir dein Glück oder entschleunigst du dein Leben?

Tagtäglich beeinflussen dich Radiospots, Fernsehwerbungen oder riesengroße Werbeplakate unterbewusst. Als Yogi kennst du vielleicht den 8 stufigen Weg zur Erleuchtung von Patanjali.  In den Yamas & Niyamas (Gebote und Verbote) kommen zwei Begriffe vor, die meiner Meinung nach genau diese Thematik behandeln. Santosha und Aparigraha. 


Santosha, die Zufriedenheit, Anspruchslosigkeit, Bescheidenheit

Sei zufrieden und dankbar, für das was du hast und vergiss das Streben nach noch mehr. Was hältst du vom freiwilligen Verzicht auf bestimmte Dinge? Für was brauchst du ständig neue Kleider, neue Möbel oder neue Deko? Hast du dir mal Gedanken gemacht, wieviel du wirklich brauchst und wie viele deiner Wünsche und Begierden dir durch geschickte Marketingtricks in den Kopf gesetzt werden? Sobald shoppen, um dich besser zu fühlen wegfällt, brauchst du andere Wege um dich selbst anzunehmen.

Santosha bedeutet auch Freude, die aus Zufriedenheit stammt. Laut Patanjali ist ein Yogi, der sich in Zufriedenheit übt voller Glück. Lerne, mit Wenig glücklich zu sein, im Frieden mit dir, mit deinen Mitmenschen und der Welt. Du wirst nicht glücklich, wenn du dir alles kaufen kannst was du willst oder dadurch, dass du immer mehr Besitz hast.  

Aparigraha, die Begierdelosigkeit, Unbestechlichkeit, nicht besitzen wollen

Versuche, dein Glück nicht mit materiellen Dingen zu assoziieren. Lebe jeden Moment bewusst, ohne Gier und "noch mehr" haben zu wollen. Übe dich darin, dich von einigen Sachen zu trennen und sie zu verschenken. Es geht nicht darum, ob du eine Villa, einen Luxuswagen oder ein Motorboot hast. Viel wichtiger ist, dass du das hast was du wirklich brauchst. Weniger Verlangen nach materiellem Besitz führt zur Abwesenheit von Gewinnsucht und Gier.

Aparigraha bedeutet auch, keine Geschenke oder Gefallen anzunehmen, die ethisch nicht korrekt sind. Natürlich darfst du als Yogi Geschenke annehmen, die von Herzen kommen oder die dir eine Freude machen. Lass dich allerdings nicht abhängig dadurch machen. 

— Sai Baba —

Wenn es keine Begierde mehr gibt, die den Verstand verrückt macht, kann die Liebe wahrhaftig, voll und ganz sein."

Bei Amazon findest du ein cooles Buch passend zum Thema: 

Als Yogini lege ich viel Wert auf Nachhaltigkeit, Zufriedenheit und Habgier. Ich versuche minimalistisch zu leben, weit abseits von Kaufrausch und "kaufen um dazuzugehören". Shoppen, um mich besser zu fühlen war noch nie mein Ding.

Wie siehst du das? Hinterlasse mir doch deine Meinung als Kommentar!