— Tragen ist Liebe. Oder doch nicht? —

Wenn dein Rücken schmerzt und dein Baby schreit. 


Eine Weile lang habe ich "Hot Mama" (Rückbildungsgymnastik und Straffung der Problemzonen für frischgebackene Mamas) unterrichtet. Oft klagten sie mir von ihren Rückenschmerzen und die waren ganz unterschiedlicher Art. Einige Mütter hatten einen komplett verspannten Nacken, andere wiederum merkten die Partie bei den Schulterblättern und manche hatten extreme Schmerzen im unteren Rücken.
Klar! Baby im Tragetuch, Einkaufstüten an der Schulter und vielleicht noch ein kleines Kind an der anderen Hand. Mittlerweile bin ich selbst Mama und merke, dass das Tragen unserer Tochter Enya echt auf den Rücken schlägt.

Wenn du ein frisch geschlüpftes Baby aufnimmst, kannst du gut beobachten wie es seine Beinchen spreizt um sich möglichst nahe an deinen Körper zu kuscheln. Früher klammerten sich die kleinen Äffchen genauso an das Fell ihrer Mamas. Der Klammer-Greif-Reflex kommt also nicht von irgendwo her. Dieser Kontakt schenkt Vertrauen, Sicherheit und vermittelt Geborgenheit. Das Tragen ist demnach eine der schönsten Arten, deinem Kind Nähe zu geben.

Tragen ist also sinnvoll.
Aber nur, wenn es dich nicht zusätzlich belastet.
Enya liebt es, während dem Einkaufen oder Spaziergängen aus dem Tragetuch zu schauen. Dabei ist sie sehr ruhig und macht gerne ein Nickerchen. Natürlich, sie auf den Rücken zu binden erleichtert mir vieles. Staubsaugen, Gassi-gehen mit unseren zwei Hunden und Waldwege stellen somit kein Hindernis mehr dar. 

Mit der Zeit wird sie immer schwerer und es wird echt anstrengend. Um Rückenschmerzen vorzubeugen und meine Muskulatur zu entlasten, wechsle ich die Position immer wieder. Mal binde ich sie mir um den Bauch, mal auf den Rücken. Zusätzlich habe ich gleich nach der Geburt mit Rückbildungsgymnastik und leichten Yogaübungen für den Rücken begonnen. 

Woher kommt der Schmerz?

Falls du Schwierigkeiten mit einem Hohlkreuz hast, empfehle ich dir dein Baby auf den Rücken zu binden. Wenn du es auf dem Bauch trägst, verstärkst du nur das Hohlkreuz und das hatte es während der Schwangerschaft ohnehin schon streng genug mit dem Babybauch.

Beim Tragen auf dem Arm kippt man gerne mit der Hüfte zur Seite, um einen Ausgleich zu schaffen. Diese Fluchthaltung fördert Verspannungen! Generell gilt: Trag dein Kind so nah wie möglich am Körper. In deiner Schwangerschaft lockerten sich die Bänder im Beckenbereich, um dich gut auf die Geburt vorzubereiten. Schmerzen im unteren Rücken oder Gesäß kommen durch ein blockiertes Iliosakralgelenk öfters vor. Besuche mal einen Physiotherapeuten und lass dir ein paar gezielte Übungen zeigen, damit bekommst du das schnell wieder in den Griff.

Ein verspannter Nacken und Schmerzen im Hals oder Brustwirbelbereich kommen oft vom Stillen in Fehlhaltungen oder vom vielen Tragen. Besorge dir ein Stillkissen! Damit liegt dein Baby höher und du beugst Fehlhaltungen vor. 

Falls du Interesse an weiteren Yogaübungen hast um deine Rücken- und Bauchmuskulatur zu stärken und zu entspannen, schicke ich dir gerne kostenlos mein eBook "Strong Spine" zu. Schreib mir bitte eine kurze Mail auf jb.fit@outlook.com. 

Ich verwende übrigens die Babytrage von Buzzidil. Sie ist ergonomisch für Enya und sorgt so für eine optimale Rückenentwicklung. Zudem lässt sie sich sehr fein tragen, weil die Schulter- und der Hüftgurt gepolstert sind. Mit einem Klick auf die unteren Bilder kommst du direkt zu Amazon. 

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